Fandom


Vorlage:Film

Saw II ist der zweite Teil der Filmreihe. Diemsmal führte Darren Lynn Bousman Regie, welcher gemeinsam mit Leigh Whannell das Drehbuch schrieb.

Handlung

Der Film beginnt einige Zeit nach dem Ende des ersten Teils. In der Anfangsszene sieht man einen jungen Mann, der als Informant für die Polizei arbeitet. Dieser erwacht in einem Raum, ohne Erinnerung daran, wie er dorthin gekommen ist. Um seinen Kopf ist eine Todesmaske geschnallt, die mit Nägeln gespickt ist. Er bekommt vom Serienmörder Jigsaw (engl. für Stichsäge; Jigsaw puzzle = Puzzle) per Video die Aufgabe, sich innerhalb einer Minute aus der Maske zu befreien, die ähnlich wie eine Eiserne Jungfrau funktioniert. Auf dem Video sieht er, wo er den Schlüssel zu suchen hat: hinter seinem rechten Auge. Als der Mann sich umsieht, entdeckt er einen Werkzeugkasten, in dem ein Skalpell liegt. Er schafft es nicht, den Schlüssel innerhalb der vorgegebenen Zeit herauszuschneiden, und die Falle schnappt zu. Der junge Mann fällt zu Boden, und man sieht nur noch, wie Blut aus der Maske strömt.

Als die Polizei die Leiche des jungen Mannes entdeckt, wird auch Detective Eric Matthews an den Tatort gerufen, da an der Decke des Raumes „Look closer Detective Matthews“ („Sehen Sie genauer hin, Detective Matthews“) geschrieben steht. Dieser identifiziert den jungen Mann als einen seiner Informanten, zeigt sich aber uninteressiert an dem Fall, weil er sich nicht von einem psychopathischen Täter davon abbringen lassen will, seinen Job bei der Polizei hauptsächlich ruhig am Schreibtisch zu absolvieren.

Als Matthews den Sinn des Hinweises versteht – er weist auf den Aufenthaltsort von Jigsaw hin – erklärt er sich dennoch bereit, als „Beobachter“ beim Stürmen dieses Ortes dabei zu sein. Dort angekommen, findet die Polizei Jigsaw tatsächlich vor. Er ist an einem Tropf angeschlossen und ist von einer Krebserkrankung hinfällig und siech. Zu ihrem Schrecken entdecken sie jedoch auch einige Computerbildschirme, auf denen zu sehen ist, wie acht Personen in einem Raum gefangen sind: Daniel, der Sohn von Detective Matthews, Amanda, die Frau, die im ersten Teil als Einzige von Jigsaws Opfern überlebte, der Geschäftsmann Gus, der cholerisch-aggressive Xavier, die labile Laura, der rattengesichtige Obi, Jonas, der sich als Anführer versucht, und die "toughe" Addison.

Es beginnt ein mörderisches Spiel, denn die Personen atmen ein tödliches Gift ein, das sie spätestens nach zwei Stunden an inneren Blutungen sterben lassen wird. Die Tür nach draußen öffnet sich aber erst nach drei Stunden. Aus dem Haus, in dem sie sich befinden, können sie nicht entkommen, aber im Haus sind Spritzen mit dem Gegengift versteckt. Die Opfer müssen Aufgaben lösen, um sich diese zu verdienen und um zu zeigen, dass sie so sehr am Leben hängen, dass sie nach Jigsaws Meinung es wert sind, weiterzuleben. Eine jener Spritzen ist in dem Safe in dem Raum, in dem die Personen aufwachen. Laut des Tonbandes haben alle die Kombination für den Safe "ganz hinten gespeichert". Erst als Xavier die Leiche des anfänglich erschossenen Managers sieht, erkennt er die farbige Zahl auf dessen Nacken. Dabei wird ihm die Bedeutung dieser Nachricht klar: Jede Person hat, in den Farben des Regenbogens, eine Zahl in den Nacken eingebrannt. Diese Zahlen müssen in der richtigen Reihenfolge (wie die Farben des Regenbogens) eingegeben werden, damit sich der Safe öffnet. Kurz darauf erschlägt er Jonas.

Xavier schneidet sich am Ende des Films jenes Stück Haut aus dem Nacken, damit er seine eigene Zahl lesen kann, jedoch stirbt er danach, da Daniel ihm mit einer der Sägen, die der Zuschauer schon aus dem ersten Teil kennt, die Kehle aufschlitzt.

Alle zusammen haben etwas gemeinsam, was es herauszufinden gilt. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass Detective Matthews, dessen Sohn Daniel mitgefangen ist, alle anderen ins Gefängnis gebracht hatte, indem er Beweise gefälscht hat.

Jigsaw will mit dem Detective ein Gespräch unter vier Augen führen, erklärt dabei die Gründe für sein Handeln und will Eric überzeugen, dass er sein Leben ändern solle. Jigsaw, der im „richtigen“ Leben John heißt, sagt auch, dass er Daniel gesund und wohlbehalten wiedersehe, wenn Matthews sich allein und ruhig mit ihm unterhalte. Eric verstößt aber gegen die Regeln, weil er in dem Vier-Augen-Gespräch kein Vorwärtskommen erkennt, während sich sein Sohn in Lebensgefahr befindet und die Zeit davonläuft. Letztlich verprügelt und foltert er Jigsaw, um von ihm zu erfahren, wo sich das Haus befindet, in dem die Opfer gefangen sind. Tatsächlich will der Puzzlemörder es ihm verraten, verlangt aber, dass er mit Detective Matthews allein zu dem Haus fährt und ihm erst während der Fahrt dorthin den Weg beschreibt.

Erst in den letzten Minuten wird alles in eine logische Abfolge gestellt. Man erfährt, dass die acht Personen schon vorher eingesperrt waren und der Polizei die ganze Zeit nur eine Aufzeichnung präsentiert wurde. Daniel Matthews war die ganze Zeit in einem Safe bei Jigsaw und seinem mit ihm sprechenden Vater eingesperrt und überlebt als einziges Opfer. Er hatte die Spritze mit dem Gegengift bekommen. Diese stammt aus dem Safe, für den die Zahlenkombination vonnöten war. Jigsaw hatte also die ganze Zeit die Wahrheit gesagt.

Amanda aus dem ersten Teil (Saw) hat sich unterdessen mit Jigsaw verbündet und will sein Werk nach dessen Tod weiterführen. Deshalb hat sie die ganze Zeit das Ziel verfolgt, Detective Matthews in denselben Raum zu locken, in dem auch der erste Teil stattfand, um ihn als erstes Testobjekt zu benutzen. Sie hatte außerdem von Anfang an das Gegengift im Körper, was sich dadurch bemerkbar macht, dass sie nie hustet oder Blut spuckt, wie die anderen es tun.

Zu guter Letzt schließt Amanda wieder die Tür des Raumes, in dem Detective Matthews nun gefangen ist, so, wie es Jigsaw im ersten Teil getan hat, und man sieht in der letzten Einstellung, dass Jigsaw in Detective Matthews' Van schwer verletzt, aber lächelnd sitzt.

Nebenhandlung

Obi, welcher geholfen hat, die restlichen Opfer ins Haus zu bringen, muss in einen Ofen kriechen, um an zwei Spritzen mit dem Gegengift zu gelangen. Die Erste für ihn selbst, die Zweite für einen der Mitgefangenen. Nachdem Obi in den Ofen kriecht und versucht, die Spritzen zu erlangen, schließt sich die Gittertür des Ofens und ein Feuer entzündet sich. Im Licht des Feuers erkennt man einen an die Wand gemalten Teufel, der auf ein Ventil zeigte. (Die Nachricht gibt dazu einen Hinweis auf dem Tonband: "Wenn du erst einmal in der Hölle bist, kann dir nur noch der Teufel helfen.") Da er es nicht schafft, durch das Feuer zu kriechen, schlagen die Mitgefangen ein Fenster auf der anderen Seite des Ofens auf, um ihn zu retten. Obi kann sich und die Spritzen aber nicht mehr retten.

Später kommen alle in einen Raum, bei dessen Betreten eine Uhr von drei Minuten beginnt. Innerhalb dieser Zeit muss Xavier in eine Grube springen, welche voll mit Spritzen ist. (Er soll in dieselbe "Grube des Verzweifelns", in die er seine Kunden stürzte, als er ihnen Drogen angeboten hat). An einer dieser Spritzen befindet sich ein Schlüssel, mit dem die Tür, hinter der sich eine Spritze mit dem Gegengift befindet, aufgeschlossen werden kann. Anstelle selbst hinein zu springen, nimmt er Amanda und wirft sie in die Grube. Überall stecken die Spritzen in ihrem Körper, aber sie findet in der letzten Sekunde den Schlüssel. Die Zeit läuft jedoch in dem Moment ab und die Tür bleibt verschlossen.

Addison soll, um an ihre Spritze zu kommen, die Arme in einen Glaskasten stecken, in dessen Öffnungen sich messerscharfe Metallplatten befinden, die sich beim Zurückziehen der Arme ins Fleisch schneiden. In dem Briefumschlag den sie öffnet ist ein Schlüssel zum Öffnen des Kastens, den sie aber wegwirft. Erst als sie mit den Armen im Kasten stecken bleibt bemerkt sie das Schlüsselloch. Kurz danach kommt Xavier in den Raum, Addison bittet ihn um Hilfe aber er will nur die Zahl an ihrem Nacken ablesen und geht wieder. Addison starb an ihren Verletzungen (off-screen).

Laura starb an dem freigesetzten Gift in Amandas Armen.

Hintergrund

  • Das Budget für den Film betrug 4 Millionen US-Dollar und spielte weltweit 147 Millionen US-Dollar ein.

Auszeichnungen

Der Film wurde im Jahr 2006 als Bester Horrorfilm für den Saturn Award nominiert. Tobin Bell wurde 2006 für den MTV Movie Award nominiert.

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